Dokumentation der Gedenkstättenfahrt nach Ravensbrück im April 2017

 

Vom 10. bis 15. April fand eine Gedenkstättenfahrt der Falken Thüringen nach Ravensbrück statt. Gefördert wurde diese durch Mittel des IBB (Internationales Bildungs- und Begegnungswerk).

Acht Teilnehmende im Alter von 17 bis 26 Jahren setzten sich mehrere Tage lang mit der Geschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück auseinander, ein besonderer Fokus bildeten dabei die Themen „Frauen im Nationalsozialismus“, da es sich beim KZ Ravensbrück vornehmlich um ein Konzentrationslager für weibliche Häftlinge handelte und das Thema „Zwangsarbeit und Arbeit im Nationalsozialismus“. Mit dem pädagogischen Team der Gedenkstätte Ravensbrück unternahmen wir Führungen über das Gelände, außerdem fand eine angeleitete Kleingruppenarbeit statt, in welcher die Teilnehmenden eigenständig Recherchen in der Dauerausstellung betrieben und diese anschließend präsentierten. Vertiefende Workshops, die von unserer Teamenden vorbereitet und geleitet wurden (Textlektüre und Diskussion), boten die Möglichkeit, sich intensiver mit verschiedenen Aspekten nationalsozialistischer Herrschaft zu befassen. Ein Gang über das Uckermark-Gelände mit Aktivistinnen der Initiative Gedenkort Jugend-KZ Uckermark sowie die Auseinandersetzung vor Ort mit dokumentierten Schilderungen von verschiedenen Zeitzeuginnen führten zu einer intensiven Diskussion über Formen der Geschichtsaufarbeitung heute. Schließlich nutzten wir das digitale Archiv der Gedenkstätte Ravensbrück, um uns näher mit Berichten von Überlebenden auseinanderzusetzen. Eine von den Teilnehmenden vorbereitete kleine Gedenkveranstaltung bildete schließlich den Abschluss der Fahrt und bot noch einmal Raum für individuelles Gedenken.

Anbei sollen Fotos als auch Schilderungen der Teilnehmenden einzelner Programmpunkte unsere Fahrt illustrieren und dokumentieren.

Dienstag: Einführung in die Geschichte des KZ Ravensbrück (H.)


Führung über das Gelände des Gedenkorts Ravensbrück

Am Dienstag haben wir einführend damit begonnen, uns vor Ort mit Ravensbrück als Konzentrationslager und als Gedenk- und Ausstellungsstätte zu beschäftigen.

„Die augenscheinliche Idylle des am See gelegenen Ortes steht dabei im starken Kontrast zum historischen Hintergrund des Lagers“

Dies geschah am Vormittag im Zuge eines Rundganges mit unserer Guide, zunächst über das Gelände der Täter*innen, welches die Unterkünfte der Aufseherinnen und die Wohnhäuser der SS-Offiziere, Kommandanten, Ärzte usw. umfasst. Spannend ist, dass Frauen ausschließlich als Aufseherinnen tätig waren und höhergestellte Positionen Männern vorbehalten waren. Das spiegelt sich auch in der Ausstellung zu männlichen Tätern im sog. Führerhaus wieder. In der Erinnerungskultur werden dort beispielsweise die Ehefrauen der Kommandanten eher in Bezug auf ihre Ehe und Familie als in Bezug auf ihre Täter*innenschaft dargestellt, während die Männer über ihren beruflichen Werdegang beschrieben sind. Daraufhin verschafften wir uns einen Überblick über die aktuelle Hauptausstellung in der Kommandantur. Auch hier versorgte uns unsere Guide mit interessanten Infos die unsere Perspektive auf die Ausstellungsobjekte erweiterte. Nachmittags bewegten wir uns individuell durch Ausstellungsräume und das Gelände. Die augenscheinliche Idylle des am See gelegenen Ortes steht dabei im starken Kontrast zum historischen Hintergrund des Lagers – ein Gedanke der mich immer wieder irritiert und mulmig stimmt.

Beim abendlichen Plenum vertieften wir uns in eine Diskussion die bei der Frage begann, welches Verhalten auf Gedenkstätten angemessen sei und welches nicht, und deren Ende noch lange nicht in Sicht ist.

Mittwoch: Vertiefende Auseinandersetzung mit Zwangsarbeit im KZ Ravensbrück (N. & S.)


Blick auf eines der „Führerhäuser“, ehemalige Unterkunft der SS-Offiziere 

Am Mittwoch trafen wir uns früh morgens gemeinsam beim Frühstück, um dann gemeinsam mit unserer Guide des Vortages nochmal unser Vorwissen und die Ergebnisse des ersten Tages zusammenzutragen. Dabei kam die Frage nach der Rolle von Zwangsarbeit im KZ-System auf, ob diese nur als Disziplinierungs – und Vernichtungsmaßnahme wirkte, oder auch wirtschaftlich profitabel sein sollte. Um das herauszufinden, haben wir uns in kleinen Gruppen zusammengetan und einzelne Räume der Dauerausstellung genauer unter die Lupe genommen.

„Anschließend diskutierten wir über die mangelhafte Aufarbeitung von Zwangsarbeit in Ravensbrück vonseiten Siemens.“

Die Aspekte, mit denen wir uns konkret beschäftigten, waren: Zwangsarbeit in den Außenlagern und die Rolle von Siemens darin, Sex-Zwangsarbeit, Arbeit im Lageralltag und im „Jugendschutzlager“ Uckermark. Nachdem wir wieder zusammenkamen und uns gegenseitig unsere neuen Erkenntnisse vorgestellt hatten, besichtigten wir das Gelände der ehemaligen Siemens-Produktionsstätten in Ravensbrück, in welcher die Häftlinge massive Zwangsarbeit für die Kriegsproduktion leisten mussten. Anschließend diskutierten wir über die mangelhafte Aufarbeitung von Zwangsarbeit in Ravensbrück vonseiten Siemens.

Nach dem Abendessen haben wir dann gemeinsam den Abend auf der Kegelbahn in Fürstenberg ausklingen lassen.

Donnerstag Vormittag: Vertiefender Workshop zu Arbeit im Nationalsozialismus (M.)


Blick auf das ehemalige Lagergelände

Am Donnerstagvormittag widmeten wir uns in einem vertiefenden Workshop der Frage, welche Rolle Arbeit im Nationalsozialismus gespielt hat. Dazu lasen wir u.a. den Text „Die Lösung der Arbeiterfrage im ‚Nationalen Sozialismus‘“ von Joachim Bons, in dem es um die (vermeintliche) Kapitalismuskritik der NSDAP geht. Bons zeigt auf, wie die Nationalsozialisten marxistische Begriffe wie Kapital und Kapitalismus aus ihrem marxistischen Zusammenhang lösten und in einen neuen, nationalen, einbetteten. So verwiesen die Begriffe in ihrem ursprünglichen marxistischen Sinn auf eine Spaltung der Gesellschaft in Ausbeuter und Ausgebeutete (Lohnarbeit und Kapital) – diese Spaltung wollte der Nationalsozialismus durch eine Bedeutungsverschiebung überwinden und so die marxistische Kapitalismuskritik der damals prominenten sozialistischen ArbeiterInnenbewegung für die nationalsozialistische Propaganda nutzbar machen.

„Bons zeigt auf, wie die Nationalsozialisten marxistische Begriffe wie Kapital und Kapitalismus aus ihrem marxistischen Zusammenhang lösten und in einen neuen, nationalen, einbetteten.“

So missversteht die „Kapitalismuskritik“ des NS einerseits „Kapital“ als konkrete Maschinen und Produktionsstätten – einen Kampf gegen „das Kapital“ könne es demnach gar nicht geben. Mit diesem urwüchsigen „Kapital“ kontrastiert der NS das „internationale Leih- bzw. Finanzkapital“, dass sich dem als naturwüchsig verstandenen Betriebskapital samt der Arbeitgeber „im alten Sinne des Wortes“ künstlich überstülpe. Dem natürlichen, „deutschen“ Kapital, das mit Vokabeln wie alt/bodenständig/schaffend/sinnlich/konkret in Zusammenhang gebracht wird, und bei dem ein naturrechtliches Eigentum der Arbeitgeber an Produktionsmitteln problemlos mit dem Wohl der Arbeiter*innen korreliert, wird das vermeintlich unnatürliche internationale Finanzkapital gegenübergestellt, das auf bloße Geldvermehrung auf Kosten anderer zielt und das wie ein „Zauberkasten“ aus Geld mehr Geld schafft, ohne dass dafür gearbeitet werden müsse. Dem selbstlosen, opferwilligen Einsatz im Bereich des „schaffenden Kapitals“ wird der blanke Egoismus des „raffenden Kapitals“ gegenübergestellt.

Der konkrete Betrieb wird selbst nicht mehr als Ort von Ausbeutung erkannt. Diese findet den Nationalsozialisten zufolge vielmehr im Verhältnis zwischen der deutschen Volkswirtschaft als Ganzer und dem Finanzkapital statt. So kann das deutsche Volk, das sowohl Arbeiterschaft wie auch Arbeitgeber umfasst, als Opfer von Ausbeutung umgedeutet werden. Der Antagonismus von Arbeit und Kapital bei Marx wird überkommen zugunsten eines Antagonismus zwischen dem deutschen Volk und dem internationalen Finanzkapital.

„Die soziale Frage wurde in eine nationale Frage, die Frage der Volkszugehörigkeit, verwandelt.“

Auf diese Weise konnte Bons zufolge die NSDAP soziale Missstände thematisieren, ohne die tiefe Spaltung der Gesellschaft innerhalb der Weimarer Republik zu erwähnen: Die soziale Frage wurde in eine nationale Frage, die Frage der Volkszugehörigkeit, verwandelt.

Dem Marxismus wurde dabei seitens der NSDAP vorgeworfen, dass dieser durch die Betonung einer grundsätzlichen Spaltung der Gesellschaft in Ausbeuter und Ausgebeutete „Bruder gegen Bruder“ ausspiele, damit die produktive Wirtschaft schwäche und auf diese Weise letztlich dem Finanzkapital weiter zur Herrschaft und zur Knechtung des deutschen Volkes verhelfe. Für die Nationalsozialisten ist die Kritik des Kapitalismus im Sinne einer Kritik am Finanzkapital somit gleichzeitig eine Kritik am Marxismus und der sozialistischen Arbeiterbewegung.

Zuletzt werden diese äußeren und zersetzenden Kräfte (das internationale Finanzkapital), die auf die deutsche Volkswirtschaft einwirken, im Judentum identifiziert und damit biologisiert und rassifiziert. „Der Jude“ wird zum negativen Prinzip erhoben, indem dieser in Gestalt des Finanzkapitals nicht nur von der Arbeit anderer lebe sondern auch staatszersetzend wirke. Diese Vorstellung eines „jüdischen Rasseprinzips“ unterscheidet Joachim Bons zufolge den nationalsozialistischen vom herkömmlichen Antisemitismus. Dieses Prinzip habe sich in der Vorstellungswelt der Nationalsozialisten in Institutionen wie der „Zinsknechtschaft“ materialisiert und könne damit prinzipiell auch von Nicht-Juden verfolgt werden. Die Abschaffung dieses jüdischen Prinzips bietet aber letztlich die Grundlage für die Auslöschung der Juden selbst. In der Vorstellung eines jüdischen Prinzips ist die Shoah damit schon angelegt.

Offen blieben für uns zuletzt die Fragen, welche Rolle der Zins in der Wirtschaft des Nationalsozialismus tatsächlich spielte, welche praktisch-politische Folge also die antisemitische Zinskritik des Nationalsozialismus für die nationalsozialistische Wirtschaft hatte, und – damit zusammenhängend – was der Nationalsozialismus dem von ihm kritisierten Liberalismus wirtschaftspolitisch entgegensetzte.

Donnerstag Nachmittag: Besuch des Gedenkorts Jugend.-KZ Uckermark (C.)

Der Gedenkort KZ Uckermark

Das Gelände des ehemaligen Jugend-KZ Uckermark liegt unweit von Ravensbrück und ist fußläufig zu erreichen. Dieses Lager wurde explizit als Konzentrationslager für junge Frauen und Mädchen eingerichtet und wurde im NS als Jugendschutzhaftlager bezeichnet.

Gemeinsam mit der Initiative für einen Gedenkort des ehemaligen KZ Uckermark haben wir uns das Gelände erschlossen. Die Initiative existiert seit 20 Jahren und ist wehrt sich an diesem Ort gegen das Vergessen wehrt und widmet sich dem Gedenken. Das Gelände war nach 1945 von der sowjetischen Armee genutzt und erst nach der Wende konnte das Gelände überhaupt für ein Gedenken genutzt werden. Jedoch gab es wenig Bemühungen von öffentlicher Seite, was sich auch an den lange ausgebliebenen und hart von den Opfern einzufordernden Entschädigungen zeigt. Das Gelände wirkt heute wie ein schönes Idyll – tolle Landschaft, Ruhe, ganz in der Nähe die Havel.

Jedoch hat die Initiative einen Gedenkort geschaffen – mit Markierungen, die Wege und Baracken wieder erkennbar machen; überall stehen Gedenktafeln mit Beschreibungen und den Stimmen der hier gequälten jungen Frauen.

„Hier litten, zwangsarbeiteten und starben junge Frauen, die als ‚asozial‘, ‚arbeitsscheu‘, ’sexuell verwahrlost‘ (eine Kategorie, die es ausschließlich für Frauen gab) oder durch politische Widerstandshandlungen aktenkundig geworden waren…“

Die Geschichte des Jugendkonzentrationslagern ist eine besondere – es war ein Konzentrationslager, in dem ausschließlich junge Frauen, meist im Alter zwischen 16 und 21 Jahren, eingesperrt wurden – durch ein Zusammenwirken von Jugendamt über Fürsorgeanstalten und auch Kriminalpolizei.  Das Lager wurde 1942 von männlichen Häftlingen des KZ Ravensbrück errichtet und die ersten Häftlinge waren ca. 70 Mädchen, die von Fürsorgeeinrichtungen hierher verwiesen wurden. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 1200 junge Frauen während des Bestehens dort inhaftiert waren. Hier litten, zwangsarbeiteten und starben junge Frauen, die als „asozial“, „arbeitsscheu“, „sexuell verwahrlost“ (eine Kategorie, die es ausschließlich für Frauen gab) oder durch politische Widerstandshandlungen aktenkundig geworden waren – also alles normabweichendes Verhalten. Die auf den Tafeln zu lesenden Biografien und Erfahrungsberichte offenbaren, wie hart der Alltag und die Arbeit war und wie sehr die jungen Frauen litten, wie ihr Wille gebrochen wurde und das auf dem Gelände dieser heute absoluten Idylle.

Das Lager wurde im Januar 1945 geschlossen, die gefangenen Frauen wurden in andere Konzentrationslager gebracht oder in wenigen Ausnahmen auch freigelassen. Baracken wurden so umgebaut, dass dort eine systematische Vernichtung stattfinden konnte, vorwiegend von Frauen aus dem unweit gelegenen Konzentrationslager Ravensbrück.

„Betroffen macht mich, dass die sogenannten Asozialen Frauen, wenn sie das Konzentrationslager Uckermark überlebt haben, nach 1945 oft den gleichen Menschen auf den Ämtern gegenüber saßen, die sie ins Konzentrationslager gebracht hatten.“

Betroffen macht mich, dass die sogenannten Asozialen Frauen, wenn sie das Konzentrationslager Uckermark überlebt haben, nach 1945 oft den gleichen Menschen auf den Ämtern gegenüber saßen, die sie ins Konzentrationslager gebracht hatten. Kontinuitäten zeigen sich also im Personal, aber auch in der staatlichen Bevormundung und auch Stigmatisierung.

Am Abend hinterließ ein riesiger Lachs zum Abendessen bei vielen Teilnehmenden einen bleibenden Eindruck und wird deshalb hier erwähnt. Der Fisch, von dem ich nix aß, wurde für lecker befunden, bis auf einzelne, die die Schlapperhaut eklig fanden. Auch der Geruch war für einige abstoßend. Jedoch war die Größe immens und hinterließ wie gesagt einen bleibenden Eindruck.

Nach dem Abendplenum haben wir den Spielfilm über Hannah Arendt geschaut.

Freitag: Frauen im Nationalsozialismus, ZeitzeugInnen-Interviews und individuelle Erkundungen (J.)


Die ehemaligen Aufseherinnen-Unterkünfte – heute Jugendherberge und Pädagogische Abteilung

Auch am Freitag starteten wir mit schlechtem Kaffee und guten Gesprächen in den Tag. Diesmal, um uns am Vormittag mit Frauen in der NS-Ideologie auseinanderzusetzen. Hierzu lasen und diskutierten wir gemeinsam einen Aufsatz über die deutsche Frau und ihre Rolle im Nationalsozialismus und Auszüge einer Arbeit zu Geschlechterkonstruktionen im Antisemitismus der NS-Zeit. Wir konnten so einiges über Antisemitismus erfahren und dieses Wissen gleich mit den Erkenntnissen aus dem Text zum Antikapitalismus der NSDAP verknüpfen. Die innere Widersprüchlichkeit der NS-Ideologie und -Politik wurde uns bewusst, als wir uns weiter mit dem Frauenbild der Zeit beschäftigten.

„Die innere Widersprüchlichkeit der NS-Ideologie und -Politik wurde uns bewusst, als wir uns weiter mit dem Frauenbild der Zeit beschäftigten.“

Dass es sich um eine selbst organisierte Bildungsfahrt handelte wurde besonders am Freitag Nachmittag klar, denn dieser bot noch einmal viel Raum, die eigenen Interessen zu verfolgen und regte an, eigene Schwerpunkte zu setzen. So splittete sich die Gruppe auf, einige arbeiteten in Kleingruppen mit dem ZeitzeugInnenarchiv der Gedenkstätte, andere gingen in die Ausstellung, um Themenfelder zu vertiefen, wieder andere erkundeten das Gelände noch einmal. Vor dem Abendessen kamen wir nochmal zusammen und erzählten uns gegenseitig von dem am Nachmittag gelernten.

Beim letzten allabendlichen Plenum waren wir überrascht, dass wir uns zwar schon einige Tage intensiv mit der Geschichte des KZ Ravensbrück beschäftigten, aber es noch so viel zu lernen, zu erfahren, zu erkunden gibt.

Samstag: Gedenken und Auswertung der Gedenkstättenfahrt (L.)

Während der Gedenkstättenfahrt gab es immer wieder Momente, wo das Schicksal der Häftlinge Ravensbrück ganz schön nahe ging und auch emotionale Reaktionen hervorrief. Am Samstag war am Vormittag noch einmal Zeit für individuelles Gedenken, hierfür hatten wir im Vorfeld rote Nelken besorgt. Einige besuchten noch einmal still das Gelände des ehemaligen Jugend-KZ Uckermark, während andere zur Gedenkanlage am See gingen.

„Einige besuchten noch einmal still das Gelände des ehemaligen Jugend-KZ Uckermark, während andere zur Gedenkanlage am See gingen.“

Danach kamen wir noch einmal zusammen, um gemeinsam die Woche auszuwerten. Insgesamt waren alle sehr zufrieden mit der Gruppe und dem Programm und haben viel gelernt. Besonders positiv wurde die Zeit für intensive Auseinandersetzung mit dem Gedenkort Ravensbrück als auch die Mischung aus der Auseinandersetzung mit dem Gedenkort (dem Gelände und der Dauerausstellung) und die theoretische Auseinandersetzung mit Aspekten der NS-Ideologie bewertet. Auf jeden Fall wollen wir im Nachhinein noch einmal zusammenkommen und unsere kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus gemeinsam fortführen.

Dokumentation der Gedenkstättenfahrt nach Ravensbrück im April 2017