Ladenlokal der Falken Erfurt/Thüringen

Liebe Genoss*innen,
am letzten Montag haben wir endlich einen Mietvertrag für ein Ladenlokal in Erfurt unterschrieben. Wir danken allen, die uns diesen Schritt durch Ihre Spenden ermöglicht haben!
Wer noch nicht spendet, aber unsere Arbeit gern unterstützen möchte, kann dies weiterhin tun: Denn leider ist bisher nicht der gesamte Betrag zur vernünftigen Finanzierung des Ladenlokals zusammengekommen. Wir mussten deswegen Gelder aufwenden, die nun in unserer politischen und pädagogischen Arbeit schmerzlich fehlen.

Ansonsten haben wir Euch von unserem ersten Subotnik zur Renovierung des Ladens ein kleines Video erstellt. Nach jedem freiwilligen Arbeitseinsatz für den Verband veröffentlichen wir ein weiteres kleines Video, damit Ihr die Fortschritte mitverfolgen könnt.
Freundschaft!
Eure Falken Thüringen und Falken Erfurt

Video von der ersten Renovierung

Ladenlokal der Falken Erfurt/Thüringen

Vortragsreihe Nationalsozialismus

Vortragsreihe der Falken Erfurt.
Unterstützt durch den LAP Erfurt

Vortrag und Diskussion:

„Industrie und NationalSozialismus“ – die polit-ökonomische Analyse Alfred Sohn-Rethels

07.07. • 18.30 Uhr • Falkenladen – Thälmannstr. 26, Erfurt.

In einer Reihe von Aufsätzen zwischen 1932 bis 1945 setzte sich der Ökonom und Philosoph Alfred Sohn-Rethel mit dem Nationalsozialismus auseinander. Ausgehend von den Marxschen Kategorien der Kritik der politischen Ökonomie versuchte er dem neuen polit-ökonomischen Produktionsverhältnis in Deutschland auf die Schliche zu kommen. Durch die Beantwortung der Frage nach den Gründen, die die deutschen Bourgeoisie dazu bewegte, die politische Macht an die Nazis abzugeben, grenzt sich Sohn-Rethel von anderen Theorien des Faschismus entschieden ab.

Im Vortrag sollen seine Untersuchungen, vor dem Hintergrund der Diskussionen über Monopol- und Staatskapitalismus, die in den 1930er Jahren im Institut für Sozialforschung geführt wurden, erläutert werden.

Mit David Hellbrück aus Freiburg, u. a. Redakteur der Zeitschrift Pólemos, die an diesem Abend erworben werden kann.

Vortrag und Diskussion:

Vom Störfaktor zur Selbstvergewisserungsressource? – NS-Vergangenheit und bundesrepublikanische Geschichtspolitik

13.07. • 18.30 Uhr • Falkenladen – Thälmannstr. 26, Erfurt.

Musste ein öffentliches Gedächtnis an die NS-Verbrechen in der alten Bundesrepublik von Überlebenden, linken Aktivist/innen und Graswurzelinitiativen gegen massive gesellschaftliche Widerstände erkämpft werden, herrscht seit den 1990er Jahren ein breiter, auch staatlich geförderter Erinnerungskonsens. Das offensive Bekenntnis zu negativer Vergangenheit und eine repräsentative Gedenklandschaft werden dabei zunehmend Bestandteil einer nationalen Läuterungserzählung, die von bundesrepublikanischer Gegenwart als alternativloser ›Lehre aus der Geschichte‹ kündet.

In einem einleitenden Vortrag soll diese diskursive Entwicklung noch einmal nachvollzogen und reflektiert werden. In der anschließenden Diskussion soll es darum gehen, wie eine kritisch-emanzipatorische Gedächtnisarbeit unter den gegenwärtigen geschichtspolitischen Bedingungen aussehen könnte.

Mit Cornelia Siebeck aus Berlin, die u.a. zu gedächtnispolitischen und -kulturellen Themen forscht, schreibt und lehrt.

Vortrag und Diskussion:

Nationalsozialismus und soziale Frage – Über den Antikapitalismus der alten und neuen Nazis.

20.07. • 18.00 Uhr • Falkenladen – Thälmannstr. 26, Erfurt.

Die NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“ beschwört den „nationalen Antikapitalismus“ und will den „Kapitalismus zerschlagen“ und bereits die Goebbels-Zeitung „Der Angriff“ präsentierte die Nazis als „Todfeinde des heutigen kapitalistischen Wirtschaftssystems“. Was ist von derartigen Aussagen von Parteien zu halten, die gleichzeitig das Privateigentum als naturgegeben anerkennen und dem „genial“ tätigen, wertschaffenden Unternehmer die Unentbehrlichkeit für Volk und Wirtschaft bescheinigen?
Drückt sich hier ein genuin antikapitalistischer Impetus oder doch nur ein sozialdemagogisches Täuschungsmanöver aus oder wie sind derartige Aussagen sonst im Gesamtkontext (neo-) nationalsozialistischer Ideologie zu entschlüsseln? Wie war die soziale Frage eingebettet und welche Antworten wurden gegeben? Und nicht zuletzt, was können Gründe für die politische Wirksamkeit dieser Ideologie (gewesen) sein?
Diese und weitere Fragen zu Ideologie und Politik des historischen und des akturellen Nazismus wollen wir gemeinsam diskutieren.

Mit Joachim Bons aus Göttingen, der an der Uni Göttingen am Seminar für Politikwissenschaften zum Bereich Nationalsozialismus lehrt.

Vortragsreihe Nationalsozialismus

Aus dem Verband: Jour Fixe der Falken Erfurt

Jour Fixe: Georg Lukács: Verdinglichung und Klassenbewusstsein

29. Juni 2015
Filler Erfurt (Schillerstr. 44, 99096 Erfurt)
19.30 Uhr

Georg Lukács Denken ist gekennzeichnet dadurch, dass er das Phänomen der Verdinglichung in das Zentrum seiner Überlegungen rückt. In seinem Werk „Geschichte und Klassenbewußtsein“ beschreibt er, wie sich die gesellschaftlichen Verhältnisse im Zeitalter der Warenproduktion in die Wahrnehmung der Subjekte einschreiben. Dies führt gemäß Lukács mithin dazu, dass sich die gesellschaftliche, also von den Menschen gemachte Welt, ihnen gegenüber darstellt, als würde sie außer ihnen existieren, zur zweiten Natur werden. Doch erschöpfen sich Georg Lukács Ausführungen nicht darin, die Hindernisse für die korrekte Erkenntnis der gesellschaftlichen Welt und damit der Errichtung einer befreiten Gesellschaft zu ergründen. Vielmehr ist ihm daran gelegen, entgegen den Tendenzen seiner eigenen Theorie das Proletariat, dem er ein objektiv vorhandenes Klassenbewusstsein zuschreibt, theoretisch als revolutionäres Subjekt zu retten.

Dies, also einige Aspekte des theoretischen Wirkens des Autoren von „Geschichte und Klassenbewußtsein“, sowie die Person Georg Lukács selbst, soll Gegenstand des Vortrages sowie des daran anschließenden Gesprächs sein.

Aus dem Verband: Jour Fixe der Falken Erfurt

Protest der Falken Erfurt gegen die geplanten Kürzungen in der Jugendarbeit!

Mittelerhöhung oder Aufstand!

Unter diesem Motto haben wir uns heute an den Protestaktionen gegen die geplanten Kürzungen der Stadt Erfurt beteiligt. Auf der Sitzung des Jugendhilfeausschuss im Ratssitzungsaal haben wir unsere Forderungen offensiv durch ein Transparent, einem kurzen Statment und einem Flugblatt vertreten. Wir werden weiter aufmerksam bleiben und die Entwicklungen in Erfurt so nicht weiter hinnehmen.

Hier der Text unseres verteilten Flugblatts:

Mittelerhöhung oder Aufstand
Warum wir nicht weniger, sondern mehr Geld brauchen!

Die Stadt möchte sparen und das auch in Teilen der Jugendarbeit, u.a. bei den Sachkosten für die
Jugendverbände. Betroffen ist damit ein Topf, aus dem auch wir Geld beziehen und die Kürzung würde uns Geld
kosten, das ohnehin hinten und vorne nicht reicht.

WARUM DAS GELD NICHT REICHT

Mit dem Geld, dass wir von der Stadt Erfurt bekommen, können wir unsere Freizeiten, Seminare, Gruppen, Vorträge, einen Treffpunkt, Büromaterial usw. eh nicht finanzieren, es macht gerade mal etwa 1 0% unserer Einnahmen aus. Der Rest kommt aus den Taschen unserer, fast ausschließlich jungen, Mitglieder oder von anderen Geldgebern. Bei denen wir allerdings zusätzlich beantragen und abrechnen müssen – ein extra Aufwand, den wir mit Blick darauf, dass die Stadt uns kein Geld für Personal gibt, zu groß finden.

ES WIRD IMMER SCHLIMMER

Doch die Finanzierung ist nicht nur schlecht, sie wird auch noch immer schlechter – und das nicht nur wenn Kürzungen drohen. 2009 gab es mal 97.500 EUR, 2010 und 2011 waren zwei sehr schlechte Jahre und seit 2012 sind es gleichbleibend 90.000 EUR.
Das heißt, dass bereits 7.500 EUR gekürzt wurden. Durch die Inflation seit 2009 sind die Mittel praktisch um weitere 7.110 EUR geschrumpft. In etwas mehr als den letzten fünf Jahren sind die Mittel also effektiv um 14.610 EUR gekürzt worden. Ohne die Inflation diesen Jahres wären dass, wenn, wie geplant, um weitere 8.000 EUR gekürzt würde 22.61 0 EUR.

ES WIRD NICHT ÜBERALL WENIGER

Dabei werden nicht in allen Bereichen der Jugendhilfe die Mittel knapper, Kindergärten, Schulen, die Schulbezogene Jugendsozialarbeit, Hilfen zur Erziehung und andere haben deutliche Steigerungen erlebt. Ob Mittel gekürzt werden, ob sie gleichbleiben und damit faktisch auch gekürzt werden oder ob sie erhöht werden, ist offenbar eine Folge politischer Entscheidungen.
Während wir ein Jugendverband sind, also ein freiwilliger Zusammenschluss von Kindern , Jugendlichen und jungen Erwachsenen, in dem wir selbst bestimmen wie wir unsere Zeit verbringen, womit wir uns beschäftige, also unsere Interesse zählen, handelt es sich bei denen, die mehr bekommen, um eine ganz andere Art von „Angeboten“. Die Schulen und Kindergärten sind Verwahranstalten, sicher etwas menschenfreundlicher als noch vor 50 oder 1 00 Jahren, aber doch Orte, an die Kinder und Jugendliche gebracht werden, um dort ihre Zeit auf eine Art und Weise zu verbringen, wie andere das für richtig halten. Sie, aber auch die Hilfen zu Erziehung und die Schulsozialarbeit, tragen die Ansprüche und Vorstellungen des gelingenden Aufwachsens an Kinder und Jugendliche heran. Wünsche, Interessen und Wille der Kinder und Jugendlichen zählt dabei nur als Planungsgröße,
als etwas, dass es nutzbar zu machen gilt, damit sie hinterher das werden, was die Gesellschaft für einen gelungenen Erwachsenen hält: z.B. gut qualifizierte und fröhliche Arbeitskräfte, die morgens pfeifend zur Arbeit gehen und ihre Chefs und den Fiskus reich und froh machen. Daran haben wir herzlich wenig Interesse. Vielmehr vertreten wir die Auffassung, dass sich die Gesellschaft an uns anzupassen hat. Und anders als viele Erwachsene, haben wir noch nicht akzeptiert, dass es hier nicht um unsere Interessen gehen soll, sondern um die des Kapitals und des Staates und man dazu noch eine freundliche Miene aufsetzen soll.
Wir werden uns nicht noch die Möglichkeiten nehmen lassen, das bisschen an Leben nach unseren Interessen und Bedürfnissen zu gestalten, über das wir frei verfügen können. Selbstorganisation braucht aber Räume und Mittel.

Protest der Falken Erfurt gegen die geplanten Kürzungen in der Jugendarbeit!

Wochenendseminar: Staatsfetischismus

Staatsfetischismus – oder: Warum die Staatsgewalt hinter dem Versprechen allgemeiner Gleichheit zu verschwinden scheint

Wochenendseminar mit Dr. Alexander Neupert-Doppler*
Der kapitalistische Staat gilt Linken als Staat der Kapitalisten oder als Staat des Kapitals, als „Ausschuß, der die gemeinsamen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet“ (MEW 4: 464) bzw.
als die „Form, in der die Individuen der Gesellschaft sich bisher einen Gesamtausdruck gaben“ (MEW 3: 77). Die entscheidende Frage ist:
Warum fällt es so schwer den Staat als das wahrzunehmen, was er ist, in seiner Funktion als Gewalmonopolist der kapitalistischen Gesellschaft?

Die Gewalt- und Konkurrenzverhältnisse nehmen unter Kapital und Staat Formen an, die einen realen Schein von Gleichberechtigung erzeugen.
Ob arm oder reich, vor dem Gesetz sind alle gleich. Ob Mann oder Frau, in der Politik sind alle Wahl-Stimmen gleich viel wert. Gegenüber den Anderen, die nicht zur eigenen Nation gehören, wird der „eigene“ Staat als Schutzmacht angerufen. Kritische Theorie versucht dieses Phänomen mit den Begriffen des Rechtsfetischismus, Politikfetischismus und Staatsfetischismus zu erfassen.

Warum erscheint und wirkt der Staat als Friedensbringer und Ordnungmacht?
Wie verhüllt die Form Staat ihren eigenen Inhalt, die sozialen Verhältnisse?
Was folgt daraus für sozialistische Politik mit, im und gegen den Staat?
Anhand von Texten aus verschiedenen Epochen marxistischer Theoriebildung wollen wir uns an diesem Wochenende mit Überlegungen beschäftigen, die in diesem eine Aufklärung über den kapitalistischen Staat anstreben.

* Dr. Alexander Neupert-Doppler arbeitet als Bildungsreferent bei der Sozialistischen Jugend Rheinland-Pfalz in Trier. 2013 erschien sein Buch „Staatsfetischismus“, 2015 folgte der Band „Utopie“ in der Reihe theorie.org beim Schmetterling-Verlag.

Organisatorisches:
Datum: 12-14.06.2015
Teilnahmebeitrag: 15€
Bettzeug bitte selbst mitbringen.
Gemeinsame An- und Abreise aus Erfurt
Wir übernachten in dem Falken Jugendheim Triebsdorf.
Anmeldung bis zum 01.06.2015 unter kontakt@falken-thueringen.de

Wochenendseminar: Staatsfetischismus

Regelschule in Unterwellenborn in „Kurt Löwenstein“ Schule umbenannt

Wir Falken Thüringen gratulieren der Staatlichen Regelschule Kurt Löwenstein Schule Unterwellenborn (Landkreis Saalfeld-Rudolfstadt) zu ihrer Umbenennung. Dass die Namengebung durch die Initiative der Schüler*innenvertretung zustande kam, sich also junge Menschen für das Leben und Tun Kurt Löwensteins interessieren und ihre Schule nach ihm benennen wollen, freut uns dabei besonders.

Wer war Kurt Löwenstein?

Kurt Löwenstein (1885-1939) war ein linker sozialistischer Politiker, Pädagoge und Schulreformer. In der Zeit der Weimarer Republik stritt er auf vielen Ebenen für eine bessere und gerechtere Welt und für die Interessen der Arbeiter*innenjugend.
Für die Unäbhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands und später SPD saß er von 1920 bis 1933 im Reichstag und war dort als Bildungspolitiker aktiv. In Berlin-Neukölln, einem klassischen Arbeiter*innenstadtteil mit hohen Stimmanteilen für die Arbeiter*innenparteien, war er von 1921 bis 1933 Stadtrat für Volksbildungswesen. Hier setzte er mit seinen Mitstreiter*innen viele Reformen durch: Es wurden weltliche Schulen eingerichtet, Arbeiter-Abiturientenkurse sollten jungen Arbeiter*innen den Zugang zur Hochschule ermöglichen, das Schulgeld wurde nach Einkommen gestaffelt, Schulbetriebe und Werkklassen eingerichtet, Schulspeisung, zahnärztliche und medizinische Versorgung ausgebaut. Im Gegensatz dazu war sein Wirken im Reichstag durch das Fehlen linker Mehrheiten stark begrenzt.
1923 gründete Löwenstein gemeinsam mit anderen die Kinderfreundebewegung eine der beiden Vorgängerorganisationen der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken. Die Kinderfreunde setzten sich für die Arbeiterkinder ein: In den Kindergruppen der Organisation kamen tausende Kinder zusammen um gemeinsam zu spielen, zu basteln und sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Unter seinem Vorsitz wurden die Kinderfreunde in den wenigen Jahren der Weimarer Republik eine Massenorganisation und die größte laienpädagogische Organisation der Welt. Dass heute noch jeden Sommer Falken-Gliederungen für mehrere Wochen ins Zeltlager fahren, einem Höhepunkt im Falken-Jahr, geht auf Kurt Löwenstein und die Kinderrepubliken der Kinderfreunde zurück. Viele pädagogische Grundsätze und Überlegungen der Falken basieren auf Löwensteins theoretischem wie praktischen Werk.
Als Sozialist, Antifaschist und Jude wurde er von den Nazis verfolgt und musste 1933 in Exil gehen. Er verstarb 1939 in Frankreich.

Mehr Informationen zu Kurt Löwenstein findet ihr hier:
http://saalfeld.otz.de/web/saalfeld/startseite/detail/-/specific/Namensgebung-Regelschule-Unterwellenborn-heisst-jetzt-8222-Kurt-Loewenstein-261529507
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118955853.html
http://www.fes.de/…/…/downloads/weimar_akten_loewenstein.htm

Regelschule in Unterwellenborn in „Kurt Löwenstein“ Schule umbenannt

Ladenlokal Spendenaktion der Falken Erfurt

Die Falken Erfurt suchen Unterstützer für ihr Ladenlokal Projekt:

„Seit vielen Jahren machen wir Thüringer und Erfurter Falken selbstorganisierte politische Bildung mit dem Ziel einer solidarischen Gesellschaft. In Erfurt findet durchschnittlich Jeden zweiten Tag eine Veranstaltung statt (etwa eine Reihe zu Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und der Novemberrevolution, zum Nationalsozialismus, zu Sozialistischer Erziehung, Rotes Kino, Kochgruppe,…) oder trifft sich eine unserer Gruppen (AK Kritische Pädagogik, Filmgruppe, AK Kapitalismuskritik, Ü18 Gruppe…). Dabei stoßen wir immer wieder auf räumliche Grenzen. Gruppentreffen müssen in Privaträumen oder Kneipen stattfinden, für andere Veranstaltungen immer wieder etwas gesucht werden. Es wird also Zeit für einen eigenen Raum, in dem wir unser Engagement weiter entfalten können. Die Fördersituation für Jugendverbände, gerade für die Falken, ist in Thüringen immer noch sehr schlecht, daher müssen wir uns hier etwas einfallen lassen.
Unsere Idee: eine sogenannte „Crowdfunding-Kampagne“!“

Weitere Infos findet ihr hier:
www.falken-erfurt.de/ladenlokal

Zwischenstand der Spendenaktion: (04.02.2015)

Ladenlokal Spendenaktion der Falken Erfurt

Veranstaltungsreihe zur Novemberrevolution

ZUR REIHE

Im November 1918 hatten die Matrosen der in Kiel liegenden Schlachtschiffe genug vom Krieg. Statt sich auf die Schlachtbank führen zu lassen, meuterten sie. Innerhalb kurzer Zeit breitete sich in ganz Deutschland ein Aufstand der Arbeiter und Soldaten aus. Das Kaiserreich brach zusammen und die Räte der Arbeiter und Soldaten übernahmen die Macht. Doch während die einen versuchten, die Revolution auszuweiten, bemühten sich die anderen, das Erreichte, die bürgerliche Republik, zu sichern – auch gegen die Revolutionäre, die weiter und mehr wollten.
Am Ende dieser Auseinandersetzung waren Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und unzählige andere bekannte Revolutionäre und unbekannte Arbeiter ermordet. Die Revolution war in Blut ertränkt und die Freikorps, die Wiege des Nationalsozialismus, gestärkt. Die Spaltung der Arbeiterbewegung war unumkehrbar geworden und während die einen ihre Wunden leckten oder damit begannen, die Kommunistische Partei in ein Organisation für außenpolitische Interessen Sowjetrusslands zu verwandeln, versuchte die SPD, die Weimarer Republik Richtung Sozialismus zu entwickeln, bis die Nationalsozialisten dem Treiben beider mit Repression und Mord ein Ende machten.

DIE VERANSTALTUNGEN

VORTRAG UND DISKUSSION: Die Novemberrevolution in Thüringen
05.01. • 19.00 UHR • Saline34 (Salinenstr. 34, Erfurt).

Im Ergebnis der Novemberrevolution 1918 entstand der heutige Freistaat Thüringen. Der Vortrag skizziert die unterschiedlichen Deutungen, langfristigen Ursachen und unmittelbaren Auslöser der Revolution. Er umreißt die Revolutionsereignisse in Thüringen und beschreibt die Auswirkungen zentraler Entwicklungen und Entscheidungen auf die im Ergebnis der Revolution entstandene Demokratie in unserer Region.

Mit Mario Hesselbarth, Rosa Luxemburg-Stiftung-Thüringen e.V.

VORTRAG UND DISKUSSION: DIE RATLOSE ROSA
07.01. • 19.00 UHR • L50 (LASSALESTR.50, ERFURT)

Aus einer Protestdemonstration gegen die Absetzung des linken USPD-Polizeipräsidenten Eichhorn am 5. Januar 1919 in Berlin entwickelte sich innerhalb von Stunden eine spontane Massenbewegung gegen die Regierung der rechten Sozialdemokraten Ebert und Scheidemann. Rosa Luxemburg und die Führung der KPD bezogen sich, in der kurzen Phase dieses Aufstandes, mal positiv, mal negativ auf die Erhebung. Im Vortrag soll Rosa Luxemburg als politische Praktikerin in den Blick genommen werden, ihr Handeln und ihre Agitation, in der Situation des Aufstandes, auf ihre theoretische Position rückbezogen werden.

Mit Ottokar Luban, Sekretär der Internationalen Rosa Luxemburg Gesellschaft

WOCHENENDSEMINAR: ROSA&KARL
09-11.01.2015 • TNB: 25,00€ • Berlin/Werftphul

Während in Berlin die Revolution der sozialistischen Arbeiterinnen und Arbeiter langsam zu Ende geht und alle Zeichen auf bürgerliche Republik statt Sozialismus stehen, ermorden am Abend des 15. Januar 1919 Mitglieder der Freikorps Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die Gründungsmitglieder des Spartakusbundes und der Kommunistischen Partei sind die ersten prominenten Opfer der Konterrevolution die auch vorher und nachher unzählige Revolutionäre und Revolutionärinnen abschlachtet.
Mit ihrem politischen Kampf für den Sozialismus, die Selbstbestimmung der Arbeitenden, ihren Krtitik an Kapitalismus und der Mehrheits-Sozialdemokratie sind Liebknecht und vorallem Luxemburg bis heute Vorbilder für Sozialist*innen und ein Blick auf ihr Wirken und ihre Schriften lohnt bis heute.
Auf dem Seminarwochenende unseres Bundesverbandes wollen wir und etwa 200 andere Genossinnen und Genossen uns ein Wochenende an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erinnern, indem wir uns mit ihrem theoretischen Werk und politischen Wirken auseinandersetzen und anderen Fragen nachgehen, die wir für eine Kritik des Kapitalismus für nützlich halten.

VORTRAG UND DISKUSSION: AUFBRUCH, DEMOKRATIE UND BÜRGERKRIEG
15.01. • 19.00 UHR • VETO (PAPIERMÜHLENWEG 33, ERFURT)

Die geschichtspolitischen Debatten anlässlich des Ausbruchs des 1.Welt¬kriegs vor einem Jahrhundert blendeten in der Regel dessen Ende und die revolutionären Umbrüche aus. Dabei waren diese für Konstituierung der Nachkriegsgesellschaften entscheidend. Schien am Anfang die Stunde des Sozialismus geschlagen zu haben, entstand stattdessen die Weimarer Republik. Im Vortrag werden die wesentlichen Positionen innerhalb der Arbeiterbewegung und Das Ende der Revolution skizziert. Außerdem sollen die Verantwortung der SPD für die Niederschlagung der Revolution und die alternative Handlungsmöglichkeiten für die wesentlichen Akteure auf Seiten der politischen Linken diskutiert werden.

Mit René Lenz, Sozialwissenschaftler

Veranstaltungsreihe zur Novemberrevolution

Wochenendseminar: Dialektik der Aufklärung – Kulturindustrie, Aufklärung als Massenbetrug

 

Wann: 14. November (ab 18.00 Uhr) – 16 November 2014
Wo: Veto Erfurt (Papiermühlenweg 33, 99089 Erfurt)
Teilnahmegebühr: 10€

kulturindustrie-001

Im Kapitel “Kulturindustrie, Aufklärung als Massenbetrug” der erstmals 1944 erschienen “Dialektik der Aufklärung” beschreiben Max Horkheimer und Theodor W. Adorno die Wandlung der Sphäre der Kultur zur Kulturindustrie, sowie die damit einhergehenden Veränderungen in ihrer Funktion für die Gesellschaft.

Mit der Herausbildung des autonomen Kunstwerks infolge seiner Kommodifizierung, das also nicht mehr den direkten Vorgaben des Auftraggebers verpflichtet war, sondern vielmehr einem freien Markt zur Verfügung gestellt wurde, wurde zugleich auch eine gegenläufige Tendenz in Gang gesetzt. Die Autonomie der Kunstwerke schwindet nach und nach zugunsten ihres Warencharakters. Dabei scheint die alle Lebensbereiche durchdringende Kulturindustrie mit ihrem permanenten Identifikationsangebot sich lediglich nach den Vorgaben ihrer Konsumenten zu richten; diese Vorgaben entspringen jedoch schon aus den von der Kulturindustrie hergestellten Bedürfnissen.

Die Kulturindustrie gibt also vor sich nach Bedürfnissen zu richten, die sie in Wirklichkeit erst selbst herstellt. Weil es in der Kulturindustrie nichts wirklich Neues, von der bestehenden Welt qualitativ Verschiedenes geben darf, geht bei den Konsumenten ihrer Waren ein Denken einher, dass die bestehende Welt als alternativlos erscheinen lässt.

Während des Wochenendseminars wollen wir gemeinsam das Kapitel “Kulturindustrie, Aufklärung als Massenbetrug” der “Dialektik der Aufklärung” lesen. Vorkenntnisse sind nicht nötig, zu empfehlen ist jedoch, die im Reader zur Verfügung gestellten Texte zur Kenntnis zu nehmen. Das erleichtert das Erschließen des Kapitels während des Seminars.

Wochenendseminar: Dialektik der Aufklärung – Kulturindustrie, Aufklärung als Massenbetrug

Neue Schülerzeitung der Falken Erfurt erschienen!

 

unter dem pflaster

Unter dem Pflaster

Die neue Schülerzeitung der Falken Erfurt

Unsere Schülerzeitung “unter dem pflaster” ist heute aus der Druckerei gekommen. Die Zeitung wird in den nächsten Tagen/Wochen überall dort zu bekommen sein wo wir unterwegs sind und in der Stadt an den entsprechenden Orten verteilt werden. Der Themenschwerpunkt der ersten Ausgabe ist Neonazismus/Rechtspopulismus.

Aus dem Inhalt:
Was wir in der Schule über den Nationalsozialismus (nicht) lernen
Interview – Das Leben der Rroma
Asyl
Wie sozial ist national? Antikapitalismus von rechts
Die AFD – Eine neue Alternative für Deutschland
Nationalismus

Neue Schülerzeitung der Falken Erfurt erschienen!